Schlitz 1

Schlitz 1

Steckplatz 1 bezieht sich auf die physischen und elektrischen Spezifikationen für den Anschluss, der von einigen Mikroprozessoren von Intel verwendet wird, darunter Pentium Pro, Celeron, Pentium II und Pentium III. Es wurden sowohl Einzel- als auch Doppelprozessorkonfigurationen implementiert.

Mit der Einführung der Pentium-II-CPU machte der Bedarf an einem besseren Zugang zum Testen den Übergang vom Sockel zum Steckplatz notwendig. Zuvor hatte Intel beim Pentium Pro Prozessor- und Cache-Chips im selben Sockel-8-Paket kombiniert. Diese waren über einen Hochgeschwindigkeitsbus verbunden, was zu erheblichen Leistungsvorteilen führte. Leider erforderte diese Methode, dass die beiden Komponenten zu Beginn des Produktionsprozesses miteinander verbunden wurden, bevor Tests möglich waren. Infolgedessen musste aufgrund eines einzelnen, winzigen Fehlers in einem der Chips die gesamte Baugruppe entsorgt werden, was zu einer geringen Produktionsausbeute und hohen Kosten führte.

Anschließend entwarf Intel eine Leiterplatte, bei der CPU und Cache eng integriert blieben, aber auf einer Leiterplatte montiert waren, die sogenannte Single-Edged Contact Cartridge (SECC). Die CPU und der Cache könnten vor dem endgültigen Zusammenbau zu einem Paket separat getestet werden, was die Kosten senkt und die CPU für andere Märkte als den der High-End-Server attraktiver macht. Diese Karten können auch problemlos in Steckplatz 1 eingesteckt werden, wodurch die Gefahr ausgeschlossen wird, dass die Pins einer typischen CPU beim Einbau in einen Sockel verbogen oder gebrochen werden.

Der für Steckplatz 1 verwendete Formfaktor war ein 5 Zoll langer Kantenstecker mit 242 Kontakten namens SC242. Um zu verhindern, dass die Patrone falsch herum eingesetzt wird, wurde der Steckplatz so gestaltet, dass die Installation nur in einer Richtung möglich ist. Der SC242 wurde später auch für AMDs Slot A verwendet, und obwohl die beiden Slots mechanisch identisch waren, waren sie elektrisch nicht kompatibel. Um Slot-A-Benutzer davon abzuhalten, eine Slot-1-CPU zu installieren, wurde der Anschluss auf Slot-A-Motherboards um 180 Grad gedreht.

Mit dem neuen Slot 1 hat Intel Unterstützung für symmetrisches Multiprocessing (SMP) hinzugefügt. In einem Dual-Slot-Motherboard können maximal zwei Pentium II- oder Pentium III-CPUs verwendet werden. Der Celeron bietet keine offizielle SMP-Unterstützung.

Es gibt auch Konverterkarten, sogenannte Slotkets, die einen Sockel 8 enthalten, sodass eine Pentium Pro-CPU mit Slot-1-Motherboards verwendet werden kann. Diese speziellen Konverter sind jedoch selten. Eine andere Art von Slotket ermöglicht den Einsatz einer Sockel 370 CPU in einem Slot 1. Viele dieser letztgenannten Geräte sind mit eigenen Spannungsreglermodulen ausgestattet, um die neue CPU mit einer niedrigeren Kernspannung zu versorgen, die das Motherboard sonst nicht zulassen würde.